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So soll der Orderstandort Düsseldorf wichtig bleiben

Gesprächsstoff Orderstandort. Den gibt es gleich an mehreren Standorten, beispielsweise in Berlin. So stand in der Hauptstadt in den vergangenen Monaten eine gemeinsame Messe-Locacion im ehemaligen Flughafen Tempelhof im Raum. Und auch in Düsseldorf gibt es viele Disskussionsthemen. Daher hat Angelika Firnrohr vom Verein Fashion Net Düsseldorf zu einem Roundtable geladen.

Tenor der Gespräche am Rhein: Düsseldorf solle selbstbewusster auftreten, denn die Stellung als zentraler Orderstandort sei unbestritten. Vito Santoro, Buying Director P&C: "Die Stadt hat doch derzeit eine riesige Chance."

Mit dieser Ansicht ist er anscheinend nicht allein. Denn an dem Roundtable nahmen zahlreiche Vertreter des Handels wie Daniela Drabert (Hagemeyer), Thomas Ganter (L&T) und Michael Meyer (Meyer Potz) sowie die Showroombetreiber Dirk Büscher (Marc Cain) und Marion Dierks (Relaxed by Toni) teil. Auch Katag-Vorstand Angelika Schindler-Obenhaus, die Messeveranstalter Aline Müller-Schade (Supreme Women&Men) und Philipp Kronen (Igedo Company) sowie Christiane Knoll von der Wirtschaftsförderung Düsseldorf fanden sich zu dem Gespräch ein.

Michael Meyer betont, dass Düsseldorf die konstante Orderplattform sei und diese Kernkompetenz selbstbewusst vertreten sollte. "Die Stadt braucht ein besseres Marketing und sollte als ‚die Modehauptstadt Deutschlands‘ kommuniziert werden," ergänzt Thomas Ganter.

Verbesserungswürdig seien Themen wie internationales Besuchermanagement. Dazu sagt Igedo-Chef Philipp Kronen: "Das kostet sehr viel Geld und ist nur zu schaffen, wenn alle mitmachen, auch die Betreiber der Showrooms."

Ausbauen will man zukünftig Event-Formate. Diese könnten dazu beitragen, Düsseldorf als eine Netzwerk-Plattform zu etablieren, die über die reine Order hinaus einen spürbaren Mehrwert für die nationale und internationale Modeindustrie bietet. Die Konzentration auf die Kernkompetenz Düsseldorfs als Orderstandort und Modestadt sowie die gleichzeitige, stärkere Positionierung der Rheinmetropole im nationalen Städtevergleich halten alle Teilnehmer für notwendig.

Punkten kann die Stadt am Rhein seit Jahren durch ihre Konstanz. Einkäufer, die Marc Cain oder Steffen Schraut ordern möchten, kommen nach Düsseldorf. Nun eröffnet im Juli auch Stefan Leewe für seine DOB-Labels Opus und Someday einen Showroom in Halle 30. Die zentrale Erreichbarkeit vieler Kunden an diesem Standort ist das Argument Pro Düsseldorf.

In der Diskussionsrunde wundert man sich, dass die Stadt Düsseldorf mittlerweile vieles sein möchte: Start up-Standort, Stadt des Radsports und vieles mehr. Der Fokus auf das Thema Mode habe man wohl etwas aus den Augen verloren.

Fashion Net wird von der Stadt jährlich mit 200.000 Euro unterstützt. Drei Jahre lang ist diese Vereinbarung noch gültig. In dieser Zeit will sich der Verein weiterhin dafür einsetzen, dass wieder mehr Emotion im Geschäft mit der Mode in Düsseldorf spürbar wird.