No. 1 in Pronto Moda in Germany

SUXXESS MESSAGE

Wo der Modehandel im lokalen Marketing noch Nachholbedarf hat

Wie wichtig die Verzahnung von Online- und Offline-Welt ist, bekommen die stationären Modehändler immer mehr zu spüren. Eine Möglichkeit, dem Kundenschwund im Laden entgegenzuwirken, besteht darin, potenzielle Käufer durch lokales Online-Marketing in die Filialen zu locken. Doch wie ist die Modebranche in dieser Hinsicht auf Google, Facebook und Co aufgestellt? Das hat die auf Hyperlocal Marketing spezialisierte Digitalagentur DAC Group analyisert - und an einigen Stellen Nachholbedarf aufgedeckt.

Um den "DAC Local Marketing Index Fashion" zu ermitteln, hat das Münchner Unternehmen sowohl die lokalen Marketingaktivitäten von großen Ketten wie H&M, Kik und C&A untersucht, als auch von Unternehmen mit weniger Filialen wie Bonita, Comma oder Wellensteyn. Das Kernergebnis: Vor allem bei der Datenqualität ist noch Luft nach oben.

Öffnungszeiten und Kontaktdaten stimmen zum Teil nicht

Zwar haben fast alle analysierten Modegeschäfte ihre Adressen in Google hinterlegt (98%) - allerdings zum Teil fehlerhaft. 91% geben sie korrekt an. Bei 9% stimmen die Informationen nicht. Die Öffnungszeiten haben 85% der Modehändler korrekt hinterlegt. Bei 15% fehlen sie allerdings komplett.

In diesem Zusammenhang belegt die Untersuchung auch einmal mehr die Suchmaschinen-Allmacht von Google. Schließlich vernachlässigen die Fashion-Einzelhändler das Datenmanagement in Bing, Apple Maps und Co. Zwar finden sich die Adressen der untersuchten Bekleidungshäuser in 98% der Fälle auch in der Suchmaschine Bing - doch sie weisen mit 15% deutlich öfter Fehler auf als in den Ergebnislisten von Google.

Das gilt auch für Telefonnummern und Öffnungszeiten. Bei Apple Maps sieht es noch schlechter aus: Stimmen bei Bing immerhin 68% der Öffnungszeiten, sind es bei Apple Maps nur 62%.

Wie die Modehändler lokales Marketing auf Facebook betreiben

Auf Facebook sind die Modeunternehmen wiederum recht präsent. Immerhin 91% verfügen über eine zentrale Facebook-Seite. Allerdings seltener mit lokalem Bezug: Nur 45% der Unternehmen haben die Standorte ihrer Filialen bei Facebook hochgeladen. Und von den untersuchten Filialen haben lediglich 40% einen komplett eigenen Auftritt in dem sozialen Netzwerk.

Daniel Richter, Geschäftsführer der DAC Group Deutschland, sieht daher großen Nachholbedarf: "Gerade Filialisten sollten beim lokalen Datenmanagement sind nur als Unternehmen denken, sondern auch als Standort. Wichtig ist einerseits, die übergeordnete Marke herauszustellen und einen einheitlichen Unternehmensnamen zu verwenden. Genauso wichtig sind aber individuelle, aktuelle und korrekte Daten für jeden Standort".

Das gleiche gelte auch für Microsites beziehungsweise eigene Local Pages für die einzelnen Filialen. Nur 11% der untersuchten Modehändler haben Local Pages eingerichtet. Bei 81% verweisen Links, die im Google-Datensatz zu stationären Filialen hinterlegt sind, auf die Hauptseite der Modehandelsmarke.

Doch obwohl die Modehändler noch einige Baustellen haben: Im Branchenvergleich stehen sie recht gut da. Besser schneiden im DAC Local Marketing Index nur die Gastronomie und der Elektronik-Einzelhandel ab. "Branchenübergreifend sind vielen stationär vertreibenden Unternehmen Relevanz und Potenziale einer lokal ausgerichteten Onlinemarketing-Strategie bisher kaum bewusst. Fas gilt auch für den Einzelhandel", erklärt Richter.